DiPA - der Weg in eine gepflegte Zukunft?

Welchen Nutzen haben digitale Pflegeanwendungen?

Eine digitale Pflege App wird für mobile Geräte (z. B. iPhone oder Android) oder als browserbasiertes Programm für stationäre Rechner oder Laptops konzipiert. Um eine DiPA optimal nutzen zu können, werden entsprechende eHealth Rahmenbedingungen für Hersteller und konkrete Szenarien für Nutzen entwickelt.


Die Digitalisierung steht im Fokus. Darüber hinaus grundsätzlich die organisatorische Entlastung unterschiedlichsten Pflege-Situationen durch digital-basierte Daten zur Unterstützung und der Bewältigung. Eine digitale Pflege App oder browserbasierte digitale Pflegeanwendungen sind dabei digital gezielt vor allem auf zwei Szenarien ausgerichtet.


Zum einen unterstützt eine DiPA die Beteiligten bei der Organisation und Realisierung der Pflege bzw. des pflegerischen Alltags. Zum anderen fokussieren sich eHealth Anwendungen dieser Art auch auf digital-basierte Unterstützung zur Bewältigung spezifischer Pflege-Situationen, wie zum Beispiel als digitale Pflege App im Bereich der Mobilitätserhaltung oder auch bei Demenz. (Klöckner, 2021)

Welche Ziele verfolgen DiPA?

Eine digitale Pflege App verfolgt dabei mit ihrem eHealth Charakter stets eine duale Zielsetzung. So sollen digitale Pflegeanwendungen Pflegebedürftige mit einem Mehrwert digital begleiten. Weiterführend sollen sie helfen, den Pflegealltag besser zu organisieren und einfacher zu bewältigen. Dabei nimmt gerade auch die Kommunikation und die Interaktion mit Pflegediensten, Ärzt:innen oder auch Familienangehörigen einen sehr hohen Stellenwert bei der Gestaltung von entsprechenden eHealth-Lösungen ein. (BMG, 2021) 


Zudem kann man die digitale Pflege App respektive die digitale Pflegeanwendungen nutzen, um den eigenen Gesundheitszustand durch digital-basierte Trainings und Übungen zu verbessern und zu stabilisieren. Hier ist die Ausrichtung auf eine Vielzahl an Pflege-Spezifikationen möglich. Typisch für dieses eHealth-Segment sind zum Beispiel personalisierte Gedächtnisspiele oder Versorgungsszenarien von Menschen mit Dekubitus. (ebd., 2021)

Muss eine DiPA einen positiven Versorgungseffekt erzielen?

Digitale Pflegeanwendungen erhalten immer nur dann die Anerkennung als digitale Gesundheitsanwendung, wenn ein positiver Versorgungseffekt im Rahmen pflegerelevanter Verfahrens- und Strukturverbesserungen oder ein pflegerischer Nutzen erzielt werden. (ebd., 2021)


Als mögliche DiPA-Kategorien und eHealth-Anwendungsbeispiele im Kontext mit den Informationen aus Kabinettsvorlage, neuen Gesetzen, Veröffentlichungen und Digitalisierung-Entwicklungen lassen sich verschiedene Oberkategorien bilden. 


Denkbar sind zum Beispiel folgende Unterteilungen:

- Pflege-Betreuung, Begleitung und verbesserte Kommunikationsoptionen.

- Organisation und Administration von spezifischen Pflege-Szenarien.

- Körpernahe Pflege-Themen.

- Zusätzliche kognitive Pflege Themen. (Dohmeyer, 2021)

Abbau von Sektorengrenzen und Integration der Familie

Gerade der Aspekt der Begleitung sowie der optimierten Unterstützung bei der Anwendung der digitalen eHealth-Pflegeanwendungen stellt einen wesentlichen Erfolgsfaktor dar. Der neue Paragraf §39b SGB XI bietet hier zukünftig die entsprechende Rechtsgrundlage. Dabei sollen sämtliche Pflegeberaterinnen und Pflegeberater, die ein fundiertes Wissen über die Bedürfnisse und Kompetenzen im Hinblick auf die jeweils individuelle Pflege-Situation in der Familie besitzen, mit einbezogen werden. Die Digitalisierung macht hier einen ausgeprägten Informationstransfer rundum das Thema Pflege möglich.


Außerdem steht der Abbau der Sektorengrenzen zwischen den Betroffenen und ihren Familienangehörigen im Fokus. Demnach sollen alle verfügbaren Multiplikatoren seitens der Familie in die stationäre Pflege-Versorgung integriert werden. Eine digitale Pflege App kann im Rahmen der Digitalisierung dementsprechend programmiert werden. Digitale Pflegeanwendungen kann man dabei immer ganz einfach unabhängig von Ort und Zeit mit dem iPhone oder Android-Device abrufen. Das gilt übrigens ebenso für die angebotenen DiGA-Lösungen.


Fazit: Eine DiPA muss in der Pflege wirklichen Nutzen bringen!


Digitale Pflegeanwendungen bzw. DiPA dürfen dabei nicht der Selbsterfüllung der Entwickler dienen. Dies ist die Konsequenz bzw. die Lehre aus dem Hype um die AAL-Lösungen. Der tatsächliche eHealth-Nutzen lässt sich dabei ganz einfach daran messen, ob die pflegebedürftigen Patient:innen eine selbstständige und selbstbestimmte Lebensführung beibehalten können. Bestenfalls verbessert die DiPA sogar die eigenständige Lebensführung.


Der Ansatz, digitale Pflegeanwendungen vor allem in den ambulanten Kontext zu integrieren, ergibt hier Sinn. Dabei sollten sich die Entwickler aber nicht nur alleine auf den reinen Nutzen im Bereich der Pflege sowie die Usability konzentrieren. Denn die Forschung hat diesbezüglich aufgezeigt, dass gerade Gamification in diesem Zusammenhang ein Schlüsselfaktor darstellt, der den Nutzen von eher langweiligen eHealth-Anwendungen im Pflege-Kontext deutlich steigern kann. Anreizsysteme sollten daher bei der Programmierung stets berücksichtigt werden. (Grätzel, 2021)


Hier geht es zum ersten Teil!

Was macht [bornholdt lee]?

Wir, [bornholdt lee], haben uns als digitaler Dienstleister aus dem Herzen Hamburgs, seit einiger Zeit auf das Thema eHealth spezialisiert. Wir arbeiten mit tollen Kunden an innovativen eHeath- sowie DiGA-Projekten. Somit sind wir dein Spezialist für die Konzeption, Umsetzung und Pflege innovativer Lösungen im Bereich Electronic-Health und zeigen gezielt in Richtung Zukunft. Mehr dazu findest du unter unseren Referenzen sowie unseren Lösungen!

Wir arbeiten mit großartigen Kunden an innovativen Projekten!
Kontakt
Sie möchten mehr über uns erfahren oder uns persönlich kennenlernen? Dann kontaktieren Sie uns!
...
Quellen:

Bundesministerium für Gesundheit (2021). Ärzte sollen Apps verschreiben können: Gesetz für eine bessere Versorgung durch Digitalisierung und Innovation (Digitale-Versorgung-Gesetz - DVG). Abgerufen am 26. Juni 2021, von www.bundesgesundheitsministerium.de/digitale-versorgung-gesetz.html


SVDGV (2021). Positionspapier des Spitzenverbands Digitale Gesundheitsversorgung e.V. (SVDGV): Digitale Pflegeanwendungen - Transparente Regularien bilden Grundlagefür zukunftsfähige Pflege. Abgerufen 28. Juni 2021, von https://digitalversorgt.de/wp-content/uploads/2021/02/SVDGV-Position-DiPA.pdf

Klöckner, Jürgen (2021, Februar 19). Pauschale für digitale Pflegeanwendungen: Hersteller sehen Gefahr für falsche Anreize. Abgerufen am 28. Juni 2021, von https://www.handelsblatt.com/inside/digital_health/positionspapier-pauschale-fuer-digitale-pflegeanwendungen-hersteller-sehen-gefahr-fuer-falsche-anreize/26933832.html?ticket=ST-2325298-BCSka2xrpn9Uw3zDUXZK-ap6

Bundesverband AOK (2021). Gesetz zur digitalen Modernisierung von Versorgung und Pflege: Digitale Versorgung und Pflege-Modernisierungs-Gesetz (DVPMG). Abgerufen am 27. Juni 2021, von https://www.aok-bv.de/hintergrund/gesetze/index_24085.html

Bundesministerium für Gesundheit (2021, Juni 22). Spahn: "Machen digitale Anwendungen jetzt auch für Pflege nutzbar. Abgerufen 28. Juni 2021, von https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/guv-19-lp/dvpmg.html

Hendrik Dohmeyer (2021). Digitale Pflegeanwendungen - die DiPAs kommen. Abgerufen 27. Juni 2021, von https://pflege-dschungel.de/dipa-digitale-pflegeanwendungen/

Philipp Grätzel von Grätz (2021, April 15). SVDiPA: "Die DiPA muss den Menschen nutzen". Abgerufen 28. Juni 2021, von https://egesundheit.nrw.de/2021/04/svdipa-die-dipa-muss-den-menschen-nutzen/