Content-Governance

Wer entscheidet, ob ein Text online geht? Und wer haftet, wenn er falsch ist?

Content Governance beantwortet genau das. Der Begriff bezeichnet das Regelwerk für den Umgang mit Inhalten. Wer erstellt sie? Wer prüft sie? Wer gibt sie frei? Wer aktualisiert sie?
Content-Governance klärt also Zuständigkeiten, Prozesse und Qualitätsstandards, bevor ein Inhalt online geht. So bleiben Inhalte konsistent, hochwertig und rechtlich konform.

Im Digital Health-Bereich ist Content-Governance anspruchvoller, da der Content meist nicht nur Marketingkommunikation ist, sondern mit Gesundheit, medizinischen Informationen, Warnhinweise, Anleitungen zur Anwendung, Therapieempfehlungen und regulatorischen Anforderungen zusammenhängt.

Dadurch ist besonders die Aktualität der Inhalte sehr wichtig. Fehlerhafte oder veraltete Inhalte können, unter Umständen, die Sicherheit und Gesundheit von Nutzer*innen beeinflussen.

Diverse colleagues engaging in a professional discussion, analyzing documents, demonstrating teamwork in an office setting. Focus on strategy, cooperation, and communication among a business team at work.

Content-Governance besteht meist aus vier Bausteinen:

  • Rolle und Rechte: Bestimmt, wer Inhalte erstellen, freigeben und löschen darf.
  • Workflow: Ist der festgelegte Ablauf von Arbeitsschritten, hier also der Weg eines Inhalts vom Entwurf bis zur Veröffentlichung.
  • Compliance: Bedeutet die Einhaltung von Gesetzen, Richtlinien sowie internen Regeln. Bei Content betrifft das zum Beispiel Urheberrecht oder Datenschutz.
  • Style-Guide: Dies ist der Leitfaden für Sprache, Tonalität und Gestaltung. Er sorgt für einen einheitlichen Markenauftritt.

Wo liegt der Unterschied zur Content-Strategie?

Eine Content-Strategie legt fest, worüber geschrieben wird und mit welchem Ziel.

Content Governance legt hingegenn fest, wer das entscheidet, wer freigibt und wer verantwortlich bleibt.

Kurz gesagt: Die Strategie bestimmt den Inhalt. Die Governance sorgt dafür, dass sich die Strategie auch tatsächlich umsetzen lässt. Sie macht Zuständigkeiten, Prozesse und Qualitätsstandards sichtbar und ist die Grundlage für Vertrauen, Patientensicherheit und regulatorische Nachweisbarkeit.