Du planst die Entwicklung einer digitalen Gesundheitsanwendung? Eine Software für Präventionsangebote, eine App auf Rezept, eine DiGA oder DiPA? Die Entwicklung eines Medizinproduktes als Software ist allein aufgrund der Regulatorik, den Gesetzen und Verordnungen in Deutschland ein großes und potenziell kostspieliges Vorhaben. Ein DiGA- oder DiPA-Projekt muss gut durchdacht und geplant sein. In unserer Serie möchten wir dir die wesentlichen Themen und Schritte aufzeigen, die bei der Planung, Konzeption und Umsetzung von eHealth-Lösung zu beachten sind.

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Wenn Screenflows und Wireframes, oder optimalerweise sogar schon Designs, stehen, dann ist das wichtigste, dass bevor die teure Entwicklung startet, geprüft wird, ob die Zielgruppe – also die Personen, die das Produkt am Ende tagtäglich verwenden sollen – mit der Struktur und den Flows klar kommen.

Die Prüfung erfolgt in der Regel durch Nutzertests, wo Personen aus der Zielgruppe die Wireframes oder Designs und Screenflows präsentiert werden und beobachtet wird, wie die Personen zurechtkommen und die einzelnen Screens, Bereiche und Wege interpretieren und verstehen. Erfahrungsgemäß kann man zwar einfach den Screenflow mit den Screens aneinandergereiht zeigen, aber erfahrungsgemäß entstehen die großen und möglichst realistischen Erkenntnisse dann, wenn die Nutzer*innen auch tatsächlich interaktiv mit den Screens agieren, Bereiche anklicken können und so auch den Screenflow selbst erleben.

Und genau hierfür ist ein Clickdummy ein einfaches und gängiges Verfahren. Der Clickdummy ist somit ein zum Leben gebrachter Screenflow. Für Buttons, Teilbereiche oder Flächen auf dem Screen werden Aktionen definiert, wie zum Beispiel, dass eine Hinweismeldung kommt oder ein andere Screen aufgerufen bzw. dargestellt wird.

Ein Tipp: Denkt immer an das „Zurück“ kommen von einem Screen zum vorherigen. Denn das hilft den Nutzer*innen sich schneller im Clickdummy und damit auch später in der App zu orientieren.

Es gibt zahlreiche Wege und Tools, um einen Clickdummy zu erstellen. Ein Weg, der häufig genutzt wird, ist einfach und simpel: Powerpoint! In Powerpoint kann man auf mehrere Slides verteilt die Screens verorten und durch Aktionen, Animationen und Effekte dafür sorgen, dass Bereiche zu interaktiven Flächen werden und bei Klick ein anderer Slide mit einem anderen Screen sichtbar wird. Wer ein wenig mehr Interaktionen haben möchte und vor allem auch eine nachhaltig wartbarere Lösung (Stichwort: Schnell mal Dinge erweitern und verändern) sollte auf sogenannte UX-Design oder Prototypen-Tools zurückgreifen. Ein Beispiel für solch ein Tool ist figma.

Mit den Erkenntnissen aus den Tests sollten Wireframes, Designs und Screenflow nachgebessert werden. Optimalerweise werden die Nachkorrekturen nochmal durch Tests überprüft – zumindest dann, wenn man sich nicht sicher ist, dass die Veränderungen auch wirksam sind.

Dein Experte

Hosun Lee
Hosun LeeDigital-Health-Experte Bornholdt Lee GmbH

Product Owner, IT-Experte, eHealth Specialist, Mentor im eHealth-Netzwerk Hamburg. Über 20 Jahre IT-Projekterfahrung und Konzeption zahlreicher digitaler Gesundheitsanwendungen.

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