Inhalte und Text einer DiGA

Du planst die Entwicklung einer digitalen Gesundheitsanwendung? Eine Software für Präventionsangebote, eine App auf Rezept, eine DiGA oder DiPA? Die Entwicklung eines Medizinproduktes als Software ist allein aufgrund der Regulatorik, den Gesetzen und Verordnungen in Deutschland ein großes und potenziell kostspieliges Vorhaben. Ein DiGA- oder DiPA-Projekt muss gut durchdacht und geplant sein. In unserer Serie möchten wir dir die wesentlichen Themen und Schritte aufzeigen, die bei der Planung, Konzeption und Umsetzung von eHealth-Lösung zu beachten sind.
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Sobald der Funktionsumfang und die Struktur der App definiert ist, ist einer der ersten Schritte in der Umsetzung und Entwicklung der App die Erstellung von Inhalten und Texten. Meine aller größte Empfehlung ist, dass die Erstellung von Inhalten sofort und ohne große Verzögerungen beginnt, sobald das Konzept der App steht. Denn erfahrungsgemäß ist der fehlende bzw. nicht fertig produzierte Inhalt einer der Hauptgründe, warum das Produkt nicht fristgerecht fertig gestellt werden kann.
Ein Tipp: Denkt nicht nur an die Inhalte für die einzelnen Bereiche und Funktionalitäten der App. Denkt auch an rechtlich notwendige Inhalte und Texte, wie Datenschutzhinweise oder Impressum! Die werden immer gebraucht! Auch schon während einer Testphase!
Wie sollten die Inhalte der DiGA aussehen?
Inhalte sollten so gestaltet sein, dass die Zielgruppe sie gerne konsumiert. Die Zielgruppe entscheidet somit über Format, Länge und Sprachgebrauch! Auf die Vorlieben und Wünsche der Zielgruppe nicht einzugehen, bedeutet ein maximales Risiko, dass das Produkt am Ende nicht akzeptiert und damit auch nicht genutzt wird!
Will die Zielgruppe lieber redaktionelle Texte; sind lange Videos in Ordnung oder werden Tik Tok-artige kurze Stories besser akzeptiert? Formalität, Fachjargon, Struktur der Sätze und die Wortwahl…. alles Aspekte, die beachtet werden sollten!
Die größte Diskussion im deutschsprachigen Raum ist: Du oder Sie. Offen und ehrlich: Es gibt keine klare Antwort, denn auch Personen, die in der Öffentlichkeit gerne gesiezt werden, mögen eventuell von einem „persönlichen digitalen Assistenten“ lieber gedutzt werden. Der Kontext, das Thema und auch die Grundvision entscheiden darüber, welche Ansprache die richtige ist!
Zeit und Budget
Das Erstellen von Inhalten, Grafiken, Bildern, Animationen, Videos und Texten ist in der Regel aufwendig und kostspielig. Nichts ist schlimmer als dass 100 Videos erstellt wurden, um dann festzustellen, dass die Tonalität die falsche für die Zielgruppe ist oder das Videoformat (Querformat oder Hochformat?) nicht passend gewählt wurde.
Entsprechend kann ich nur empfehlen, dass erstmal zwei bis drei Inhalte erstellt werden und bei Personen der Zielgruppe nach Akzeptanz und Wirksamkeit getestet werden.
Ein Tipp: Denkt von Anfang an an Mehrsprachigkeit! Auch wenn zum ersten Start des Produktes noch keine zweite Sprache geplant ist, so kann man dennoch alles schon von Anfang an so vorbereiten.
Die Erstellung von Inhalten kann parallel zur technischen Umsetzung passieren. Es ist dennoch wichtig, sich frühzeitig über Struktur und Formate der Inhalte abzustimmen, damit Missverständnisse nicht dazu führen, dass auf der einen oder anderen Seite Nacharbeiten erforderlich sind. Es ist immer ratsam in regelmäßigen Abständen die bereits fertig erstellten Inhalte direkt in die App, auch wenn sie noch in der Entwicklung ist, zu integrieren, um sie live zu verproben.
Dein Experte

Product Owner, IT-Experte, eHealth Specialist, Mentor im eHealth-Netzwerk Hamburg. Über 20 Jahre IT-Projekterfahrung und Konzeption zahlreicher digitaler Gesundheitsanwendungen.











