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Körperliches, geistiges und soziales Wohlbefinden

Wearable Devices decken das gesamte Gesundheitsspektrum im Sinne der WHO ab. Eine Definition aus einem Lexikon beschreibt Gesundheit als: „Ein Zustand des vollständigen körperlichen, geistigen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur als das Fehlen von Krankheit oder Gebrechen“ (WHO, 1948).

Was sind eigentlich „Wearables“ und wie werden diese definiert?

Der Begriff "Wearables" bzw. Wearable ist der englische Begriff für das deutsche tragbar bzw. wird sinngemäß als "tragbare Geräte" übersetzt.

Der Definition nach versteht man unter dem Begriff „Wearables“ am Körper getragene, kleine, vernetzte Computer. Diese sollen die Nutzer:innen im Alltag unterstützen. Tragbare Geräte messen bequem und kontinuierlich Körperfunktionen. Beispielsweise die Frequenz des Herzens oder den Puls. Wearables sind mittlerweile vermehrt in den Bereichen Gesundheit, Fitness und Lifestyle zu finden. (1)(2)

Was sind bekannte Beispiele für Wearables?


Bekannte Beispiele für tragbare Geräte sind Fitnessarmbänder und Smartwatches sind beispielsweise: 



Seit einigen Jahren lässt sich ebenfalls der Trend erkennen, dass traditionelle Uhrenmarken ebenfalls ihr Sortiment um Smartwatches ergänzen.


Bekannte Beispiele für Smartwatches von Luxusuhrenherstellern sind:



Tragbare Geräte werden aufgrund ihrer Funktionen nicht nur im Alltag, sondern zunehmend auch in Medizin und Pflege eingesetzt. Dazu gehören auch digitale Geräte zur Messung von Blutdruck und Blutzucker. Laufuhren werden verwendet, um Distanz und Pace anzuzeigen.


Wearables beinhalten Computertechnologie. Diese kann man am Körper oder auf dem Kopf tragen. Sie sind eine Manifestation des Ubiquitous Computing und Teil des internet der Dinge (IoT). 


Mehr zum Thema IoT gibt es hier: Internet of Things (IoT)


Ziel ist es meist, Aktivitäten in der realen Welt zu unterstützen, beispielsweise durch (zusätzliche) Einschätzungen, Informationen und Anleitungen.

Den Sony Walkman, der auf dem Konzept der tragbaren Geräte basiert, gibt es seit 1979. Herzschrittmacher und Hörgeräte sind anerkannte Hilfsmittel im Gesundheitswesen. Neu ist jedoch die Ausweitung des Konzepts auf unzählige weitere Anwendungen. Dies wird durch verstärkte Konnektivität, Miniaturisierung und Kostenreduktion ermöglicht.


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Wie ist der aktuelle Stand in Deutschland?

Laut Vermarktern der GFU hat sich der Wearable-Device-Markt in Deutschland im Jahr 2021 sehr positiv entwickelt. Im Jahr 2021 wurden in Deutschland rund 7,4 Millionen tragbare Geräte verkauft. Die Stückzahlen stiegen um rund 9 %. Der Umsatz stieg um fast 20 Prozent auf über 1,3 Milliarden Euro.


Im Durchschnitt wurden 180 € für Wearable-Devices ausgegeben. Das sind 10 % mehr als 2020. In den letzten fünf Jahren hat sich die jährliche Zahl der verkauften tragbaren Geräte mehr als verdoppelt. Wobei die Verkäufe fast 3-mal höher waren als 2017. Der Durchschnittspreis stieg um 18 Prozent. Dazu gehören Smartwatches (wie die Android Watch oder Apple Watch, Fitness- und Gesundheitstracker sowie sogenannte „Wrist Sports Computers, Connected Watches und Locators“.) (3)(4)

Inwiefern unterstützten Wearables die Gesundheit?

Im Gegensatz zu anderen Mobile-Computing-Systemen gehören zu den Hauptaufgaben von Wearable-Devices das Tracking mit Sensoren, Anwendungen, Hard- und Software sowie die mobile Informationsverarbeitung. Tracking-Daten werden aus dem Verhalten (z. B. einer Aktivität), der Umgebung und dem physiologischen Zustand (z. B. Puls, Frequenz des Herzens) des Benutzers gesammelt.

Die zur Bereitstellung von Informationen verwendeten Daten, stammen aus öffentlich zugänglichen Quellen oder privaten Informationssystemen. Einschließlich Augmented- oder Assisted-Reality-Anwendungen.

 

Wearabale-Devices werden mittlerweile sowohl im eHealth, der Telemedizin als auch in der Pflege eingesetzt.


Mehr zum Thema eHealth gibt es hier: eHealth 


Sie werden zunehmend zur Überwachung und Prävention chronischer und akuter Krankheiten genutzt. Wearable-Devices werden immer mehr zum Gegenstand medizinischer Forschung. Sie ermöglichen Patienten durch digitale Selbstmessung mehr Eigenverantwortung für ihr Wohlbefinden. Darüber hinaus liefern sie medizinischem Personal wertvolle Daten zur Diagnose, Vorbeugung und Krankheitsüberwachung. 


Dies kann den Behandlungsaufwand von Therapeuten:innen und Ärzten:innen deutlich reduzieren. Das ganze kann somit zu niedrigeren Behandlungskosten beitragen. Ein Potenzial, das Pharmaindustrie, Krankenkassen und Ärzte bereits erkannt haben.


Ein wichtiger Meilenstein im Bereich eHealth können hier die digitalen Gesundheitsanwendungen (DIGA) sein sowie die digitalen Pflegeanwendungen (DiPA). (5) (6)


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Usecases aus dem eHealth-Sektor

Daten, die von tragbaren Geräten wie der Apple Watch, Android Watch oder einem Fitnessarmband gewonnen werden, können für Ärzte:innen bei der Diagnose und Anamnese sehr nützlich sein. Darüber hinaus können sie mit elektronischen Assistenten gesundheitliche Probleme vorhersagen, bevor sie auftreten. Die daraus abzuleitenden vorbeugenden Maßnahmen sind deutlich kostengünstiger als die daraus resultierenden Behandlungen.


Ein Usecase beschreibt digitale Lösungen für Menschen mit Diabetes. Künstliche Intelligenz ist vor allem bei chronischen Krankheiten wie Diabetes sinnvoll. Die gesammelten Daten werden mithilfe von Algorithmen und selbstlernenden Maschinen interpretiert und analysiert. Die daraus gezogenen Schlussfolgerungen können die Prognose verbessern. Sowie auch personalisierte therapeutische Interventionen ermöglichen.


Laut neusten Studien wird der Person, welche Abnehmen möchte, die Anschaffung eines Fitnessarmbandes oder einer Apple Watch bzw. Android Watch dringend angeraten.


Eine im British Journal of Sports Medicine veröffentlichte laufende Übersichtsstudie kommt zu dem Schluss, dass tragbare Geräte adipösen und übergewichtigen Menschen effektiv beim Abnehmen helfen können. Vor allem in Kombination mit anderen Interventionen wie Ernährungsberatung. 


Haupteffekt: Die Nutzer:innen erhalten Einblicke in ihr motorisches Verhalten, die Frequenz des Herzens und ihre Kalorienaufnahme und werden durch die Lösung zu einem aktiveren Lebensstil ermutigt. Wenn sie sich online mit anderen Benutzern verbinden, erhalten sie auch soziale Unterstützung. Auch dies kann Ambitionen zu Gewichtsabnahme und Bewegung anregen. (7) (8) (9) (10)

Welche Risiken ergeben sich durch (eHealth) Wearables?

Damit ein Fitnessarmband und andere tragbare Geräte ihre Funktionen erfüllen können, werden personenbezogene Daten erfasst. Wenn diese Daten von unbefugten Dritten empfangen werden, erfahren diese möglicherweise etwas über den Benutzer. 


Die Art der verarbeiteten Daten hängt von der Funktion des tragbaren Geräts ab. Häufig handelt es sich dabei um Standortdaten, persönliche Daten, Gesundheitsdaten wie Puls oder die Frequenz des Herzens oder Schlafdaten. Mit diesen Daten lässt sich unter Umständen ein aussagekräftiges Profil des jeweiligen Nutzers erstellen, auch wenn man diese Person noch nie getroffen hat.


Quantified Self steht in datenschutzrechtlicher Kritik wegen dem Missbrauch personenbezogener Daten. Auch der Drang zur menschlichen Perfektion ist ein Thema der Informations- und Wirtschaftsethik. 

Beispielsweise stellt sich die Frage, ob Mitarbeiter:innen gezwungen werden können, bestimmte tragbare Geräte zu verwenden. Entscheidend für die Medizinethik ist, ob das seelische und körperliche Wohlbefinden erheblich beeinträchtigt wird. (11) (12)

Welche Chancen ergeben sich durch (eHealth) Wearables?

Die rasante Entwicklung der Wearable-Device Technologie im Fitnessbereich schafft im Gesundheitswesen Chancen. Darüber hinaus  auch Impulse für eHealth Geräte und Apps. In Ländern wie den USA werden tragbare Geräte bereits zur Fernüberwachung von Patienten:innen eingesetzt.

Die Digitalisierung des Gesundheitssektors umfasst im Wesentlichen die Nutzung elektronischer Geräte zur Erbringung medizinischer Versorgung und anderer Gesundheitsaufgaben, M-Health (mobile Lösungen für eHealth) und Telemedizin.


Eine mobile Lösung kann die Gesundheitsförderung stützen. Mobile Hardware Lösungen bilden die Grundlage für Apps. Es ist die App, die auf diesen Geräten unzählige Möglichkeiten und Chancen schafft. Apps verwandeln diese Geräte in spezialisierte Werkzeuge für bestimmte Aufgaben. 


Die App als solche ist die für die Verwendung in Gesundheits- und medizinischen Anwendungen vorgesehen. Sie können verwendet werden, um die Folgen von Krankheiten und deren Effekte zu verhindern oder zu mildern (Prävention), beispielsweise für die Erbringung pflegerischer, medizinischer oder sonstiger Leistungen(13) (14)

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Welche Firmen sind in Deutschland Vorreiter und Experten?

Aktuelle Forschungsergebnisse zeigen, dass sich die Entwicklung der eHealth-Industrie in Deutschland zunehmend auf das „Patient Empowerment“ konzentriert. Also die Möglichkeit für Patienten:innen, auf ihre eigenen Gesundheitsdaten zuzugreifen. 

Ganz wichtig, diese auch zu nutzen. Infolgedessen verschiebt sich der Schwerpunkt der Versorgung von einer krankenhauszentrierten Denkweise zu einem gemeinschafts- und individualzentrierten Gesundheitsversorgungsansatz.


Das Jenaer Start-up Preventicus hat eine App entwickelt, mit der Smartphone-Nutzer nur mit einer Kamera und einem eingebauten Blitz ihre Herzfrequenz messen und Unregelmäßigkeiten sofort erkennen können. Der Benutzer muss lediglich seine Fingerkuppe auf die Kamera des Smartphones legen, die dann den eingebauten Blitz verwendet, um den Puls am Finger zu überprüfen. Diese digitale Form der Früherkennung kann Patienten:innen helfen, ihr Risiko für Schlaganfall und Blutgerinnsel zu senken. (15) (16)

Wie sieht die Zukunft von Wearables aus?

Der Einsatz mobiler Sensoren wird in der Medizin auch in Zukunft eine wichtige Rolle für die globale Gesundheit spielen. Gründe dafür sind die steigenden Kosten der medizinischen Versorgung und der demografische Wandel weltweit, insbesondere in Europa


Eine Lösung ist der gezielte Einsatz neuester eHealth Technologien zur kontinuierlichen Gesundheitsüberwachung. Auf diese Weise kann ein Krankenhausaufenthalt vermieden oder durch eine Verbesserung der Lebenssituation zumindest hinausgezögert werden. Die Frühförderung (Kontrolltherapie) ermöglicht es, die Gesundheit der Patienten:innen durch Prävention im Alter langfristig zu erhalten. 

Der Einsatz kostengünstiger und qualitativ hochwertiger Technologien, die eine kontinuierliche Kommunikation zwischen Arzt und Patient ohne Kosten- und Zeitaufwand sowie eine Ferndiagnose und -behandlung ermöglicht, wird in Zukunft für viele Menschen eine qualitativ hochwertige Behandlung ermöglichen. (17) (18)

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Quellen

(1) https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/A/App-Studie/CHARISMHA_gesamt_V.01.3-20160424.pdf

(2) https://ehealthblog.de/2014/09/14/wearables-waechter-ueber-unsere-gesundheit/

(3) https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/A/App-Studie/CHARISMHA_gesamt_V.01.3-20160424.pdf

(4) https://www.it-zoom.de/it-director/e/die-neue-welt-von-wearables-und-e-health-13165/

(5) https://www.it-zoom.de/it-director/e/die-neue-welt-von-wearables-und-e-health-13165/

(6) https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/A/App-Studie/CHARISMHA_gesamt_V.01.3-20160424.pdf

(7) https://www.mckinsey.com/de/news/presse/2019-11-14-ehealth-survey-himss
(8) https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/A/App-Studie/CHARISMHA_gesamt_V.01.3-20160424.pdf
(9) https://cs.emis.de/LNI/Proceedings/Proceedings259/1825.pdf
(10) https://dzw.de/gesundheits-apps-welche-chancen-sich-fuer-die-medizin-ergeben

(11) https://cs.emis.de/LNI/Proceedings/Proceedings259/1825.pdf
(12) https://dzw.de/gesundheits-apps-welche-chancen-sich-fuer-die-medizin-ergeben

(13) https://www.apotheken-umschau.de/e-health/health-wearables-852015.html

(14) https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/A/App-Studie/CHARISMHA_gesamt_V.01.3-20160424.pdf

(15) https://cs.emis.de/LNI/Proceedings/Proceedings259/1825.pdf

(16) https://dzw.de/gesundheits-apps-welche-chancen-sich-fuer-die-medizin-ergeben

(17) https://www.mckinsey.com/de/news/presse/2019-11-14-ehealth-survey-himss

(18) https://cs.emis.de/LNI/Proceedings/Proceedings259/1825.pdf